Während man die Blütezeit des europäischen Weines mit der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg datiert (vor allem in Ländern wie Frankreich, Spanien oder Portugal), gibt es heute weltweit bekannte Weinanbaugebiete – so beispielsweise in den USA, Argentinien, Südafrika oder Australien. Innerhalb Deutschlands zählt man 13 Weinanbaugebiete zu den Gegenden, aus denen Qualitätsweine stammen; diese zeichnen sich aus durch geeignete Temperaturen und Hänge für den Anbau von Weinreben.
Ernte
Neben Faktoren wie der Lage eines Rebstocks kann beispielsweise auch der Zeitpunkt einer Traubenernte Charakter und Qualitätsstufe des späteren Weines mit bestimmen: So entsteht hoch qualitativer Eiswein beispielsweise durch die Verarbeitung von Trauben, die in gefrorenem Zustand von den Reben geerntet werden. Auch der Spätlesewein zeichnet sich aus durch eine lange Reifezeit der dafür verwendeten Weintrauben – entdeckt wurde dieser Qualitätswein ursprünglich durch ein Missgeschick und einer aufgrund dessen verspäteten Weinlese.
Weiterverarbeitung
Nach einer erfolgreichen Traubenernte hängen Färbung und Charakter des späteren Weines von der Traubensorte und dem weiteren Verarbeitungsprozess ab: Während des Keltervorganges werden die Schalen der Trauben gebrochen. Die entstehende Maische wird in einem weiteren Vorgang gepresst – hoch qualitative Weine zeichnen sich in der Regel unter anderem dadurch aus, dass das Pressen behutsam in mehreren Schritten geschieht.
Der gewonnene Traubensaft gärt dann unter Zugabe von natürlicher oder kultivierter Hefe in Gärbehältern – deren Beschaffenheit und die Temperatur im Behälter wirken sich weiter auf den Charakter des Weines aus: Als traditionelle Gärbehälter gelten Weinholzfässer.
Rotwein, Weißwein und Rosé
Bei der Produktion von Rotwein, Weißwein oder Roséwein ist es zunächst einmal nicht so, dass Weißwein lediglich aus hellen Trauben gewonnen wird; ebenso können rote Früchte für dessen Herstellung verwendet werden – von den roten Trauben muss allerdings während des Kelterns sofort die rote Fruchtschale entfernt werden. Damit der geklärte Traubensaft seine helle Färbung erhält, ist die Sauberkeit in den herstellenden Weinkellern besonders wichtig – wie dies natürlich auch bei der Herstellung roter Weine gegeben sein sollte.
Roséwein wird gewonnen aus roten oder blauen Trauben – im Unterschied zum Produktionsprozess von Rotwein werden die Traubenschalen aber nach einigen Stunden von der Maische (den gepressten Trauben) getrennt; erst anschließend beginnt dann der Gärungsprozess.
Bekannte deutsche Anbaugebiete für Trauben, aus denen Rotwein gewonnen wird, liegen vor allem an Rhein und Mosel. Die Lagerzeit in Fässern kann bei späteren Rotweinen durchaus einige Jahre umfassen.